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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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14 Aliso vor der Varusschlacht

zweiten Erfordernis in ausreichendem Maße Genüge geleistet war, mitmeiner Entdeckung an die Öffentlichkeit trat, konnte Herr Prof. Oi. Koeppdiese Tatsache mit den Worten würdigen,noch nie sei eine Aliso-Hypothesemit so vollzähligen und gesunden Gliedern zur Welt gekommen".

Demgemäß gliedert sich also meine Entdeckung in zwei Abschnitte, vondenen der erste den Namen Elfe für das 41 Im große Gelände der Burg beiOberaden, der zweite die Gewinnung der bestätigenden Bodenfunde behan-deln soll. Doch muß ich vorab einige mehr persönliche Bemerkungenvorausschicken.

Seit 1893 in meinem heimatlichen Kirchspiel Methler bei Kamen alsGeistlicher angestellt, hatte ich mich seit einer Reihe von Iahren mit derErforschung der Geschichte dieses uralten Kirchspiels beschäftigt und meineAufmerksamkeit stets in erster Linie den kirchengeschichtlichenFragen zugewandt. Für diese bot sich mir ein um so reicheres Forschungs-gebiet dar, weil Methler schon im Jahre 899 in bedeutsamer Weise bei derSchenkung eines Hofes Difidis an das Thebäerstift St. Gereon in Kölnhervortritt. Nachdem 1318 das Prämonstratenserkloster Cappenberg nördlichLünen das Patronatrecht über die Kirchen Methler und Kurl erlangt hatte,gestalteten sich die Beziehungen zu diesem hochadligen Gotteshause besonderseng, so daß sich im Laufe der Jahrhunderte ein sehr umfangreiches Urkunden-material im Klosterarchiv ansammelte, das auch für die kirchengeschichtlichsund kulturelle Vergangenheit Methlers reiche Ausbeute versprach. Da dieGemeinde Oberaden aber von jeher zum Kirchspiel Methler gehört hatte,so stand zu hoffen, daß auch für diese nordwestliche Gegend der Kirchen-gemeinde die Quellen reichlich fließen würden; um so reichlicher, weil Ober-aden und besonders wieder Elsey Cappenberg so viel näher liegen; ist dochdas Schloß selbst vom Burghügel aus so deutlich zu sehen, daß gerade dieBewohner Oberadens behaupteten, sie könnten bei klarem Wetter die Fensterdes Schlosses zählen. Es mag auch eine uralte, die Größe und den Reichtumdieser gewaltigen Ritterburg, des späteren Klosters, andeutende, wenn auchübertreibende Volksüberlieferung sein, daß das Schloß soviel Fenster habe,wie Tage im Jahr. Ganz natürlich, daß solche Vorstellungen sich bildeten,wenn wir bedenken, daß schon bald nach der Umwandlung des Schlosses inein Kloster die umliegenden größeren Höfe um die Mitte des 12. Jahr-hunderts an Cappenberg gekommen waren. In der Zeit aber zwischen demschon erwähnten Jahre 899 und dem 14. Jahrhundert haben mannigfacheVerhandlungen zwischen Cappenberg und Köln stattgefunden, die wiederumLicht auch auf Oberaden fallen lassen, so daß wir uns nicht wundern dürfen,daß gerade die im Kölner St.-Gereon-Stift blühende Volksüberlieferung vonder Thebäischen Legion sich auch am Kirchweg von Oberaden nach Methler,am sog.Sante Moritzteich" lebendig erweist. Nehmen wir hinzu, daß GrafOtto von Cappenberg Pate Barbarossas, Otto von Freising ein OheimBarbarossas und ebenso Conrad III. ein Oheim Barbarossas war, so wirdes uns immer deutlicher, daß wir auch im Blick auf die engen VerknüpfungenCappenbergs mit dem Lippe-Seseke-Winkel den Boden um das südlicheLippeknie als historisch ansprechen dürfen.

Und nun tritt uns gerade in einer Cappenberger Urkunde vomJahre 1461 auch der Name E l s e für die B u r g so überzeugend im Sinne