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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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Die archivalische Entdeckung des Namens Elfe (Elsey) 13

weiter oberhalb Grenze war. Daß er dies aber bis mindestens gegenüberdem Gehöft Afhüpper gewesen ist, sollten wir eigentlich schon aus zwei Um-ständen entnehmen. Zunächst gehörte dieser Hof, 120l) irr nordöstlich vom altenElfer Schulzenhof, mit zum Elfer Zehntbezirk, sodann aber hat sichnoch bis in unsere Tage die schöne Sitte der Notnachbarschaft zwischendem heutigen Bezirk Elfe und dem Hofe Afhüpper erhalten, was bei derGröße des genannten Abstandes nicht nur ein Beweis für ursprünglicheZusammengehörigkeit, sondern auch ein Anhalt dafür ist, daß das zwischendiesen beiden großen Gutshöfen gelegene Gelände einstmals mit Vauern-gehöften besetzt gewesen ist, ja daß es recht eigentlich den Kern der GemeindeElfe gebildet hat, weil es eine für die Ebene bedeutende Erhebung mit 72 irrüber dem Meere und 23 irr über dem Lippespiegel darstellt. So allein erklärtsich uns auch der Name Adene, der nur dann gegenüber Elfe in deutlicherScheidung erscheinen konnte, wenn der links vom Kuhbach gelegenenNiederung (clerre) eine Erhebung auf dem rechten Kuhbachuferentsprach. Und eben diese ist durch den NamenBurg" als solche gekenn-zeichnet, die wir nun seit rund 25 Iahren als Stätte des Römerlagerskennen.

Aber freilich müssen gewichtige urkundliche Zeugnisse beigebracht werdenkönnen, wenn der Name Elfe ^ Aliso auch für diesen Hügel und das Lagergelten soll.

Die Geschichte der Entdeckung, zu der wir nun übergehen,wir d un s zeigen, daß wir tatsächlich hier ein Römerlager in Elfe vor unshaben. Und daß es so auch die Erbauer nannten und gar nicht anders nennenkonnten, wird uns deutlich werden, wenn wir uns erinnern, daß ein heutigesoder auch schon ein mittelalterliches Elfe sicher auf Aliso zurückgeht, soweitdie sprachliche Seite in Frage kommt Freilich war mir auch schon imersten Anfang meiner Forschung wohlbekannt, daß Namen, auch ElfeAliso,Schall und Rauch" sein können. Es mußte eben zum archivalischenZeugnis die Bodenforschung mit bestätigenden Forschungsergebnissen hinzu-treten. Genügend durch sehr ernüchternde Erfahrungen früherer Forscherbelehrt, die Alisothesen aufstellten, ohne auch nur eine einzige römische Scherbeaus dem Boden einer als Aliso angesprochenen Stätte aufweisen zu können,band ich mich an den Grundsatz: eine Alisohypothese, die nach demheutigen Stande der Forschung beansprucht ernst genommen zu werden,muß den Namen Elfe und die entsprechenden römisch-augustei-schen Bodenfunde aufweisen können. Als ich, nachdem auch diesem

i Aus meine Anfrage hatte Herr Geheimrat Prof. Or. Kluge-Freiburg dieGüte, mir folgendes mitzuteilen:Von der sprachlichen Seite her sehe ich keineSchwierigkeiten, Elfe und Aliso gleichzusetzen. Jeder Grammatiker wird Ihnenbestätigen, daß ein altes Aliso durch eine Mittelstufe Elisa im 12./13. Jahrhundertzu Elfe werden muhte. Der Ortsname Aliso ist sicher mit dem Baumnamenidentisch, der in neueren Lautformen Erle oder Eller lautet, denn diese Baum-namen setzen für die Römerzeit sicher ein aliso mit der BedeutungErle" voraus.Natürlich würde diese meine Erörterung auch auf Elfe bei Paderborn passen.Ich kann ja nur vom rein sprachlichen Standpunkte aus reden. Wenn Sie, Hoch-würden, aus sachlichen Gründen westlicher gelangen, so kann kein Sprach-forscher mit sprachlichen Gründen Ihre Gleichsetzung bezweifeln."