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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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Die Hauptquellen römischer Schriftsteller über Aliso 9'

sonst durch Hinterhalte manchen Schaden zufügten, in einem engen Tal-kessel eingeschlossen und beinahe in das Verderben gestürzt. Sie würdendie Römer allesamt niedergehauen haben, wenn sie diese nicht verachtet hätten,als wären sie gefangen und bedürfte es nur noch eines Schwertstreiches, unddeshalb ohne Regel und Ordnung auf sie eingestürzt wären. Da sie infolge-dessen besiegt wurden, sank ihnen der MuH obwohl sie die Römer aus derFerne beunruhigten, wagten sie doch nicht, in ihre Nähe zu kommen.

Deshalb dachte Drusus nun umgekehrt seinerseits gering von ihnen undlegte da, wo Lippe und Elison zusammenfließen, einenfesten Platz gegen sie an, einen anderen errichtete er im Landeder Chatten ani Rheine selbst.

2. Alisos Belagerung nach der Varusschlacht

9 n. Chr.

lüa Lu88iu8 S6. 22: Die festen Plätze gerieten sämtlich in die Gewaltder Barbaren, bis auf einen. Dadurch aufgehalten gingen sie nicht überden Rhein und machten keinen Einfall in Gallien, sogar jenen festen Platzvermochten sie nicht in ihre Gewalt zu bringen, da sie sich nicht aufdas Belagern verstanden und die Römer durch zahlreiche Bogenschützenunterstützt wurden, welche die Feinde zurückwarfen und sehr viele töteten.Als sie danach erfuhren, daß die Römer den Rhein besetzten, und Tiberiusmit einem mächtigen Heere anrückte, zog ein Teil von dem Platze ab. Diedort Gebliebenen zogen sich etwas zurück, um nicht plötzlichen Ausfällen derdarin Befindlichen ausgesetzt zu sein und bewachten die Wege, in der Hoff-nung, sie durch Hungersnot zu überwältigen. Die Römer drinnen aberblieben, so lange sie hinlänglich Nahrung hatten, auf dem Platze, Unterstützungabwartend; als ihnen jedoch niemand zu Hilfe kam, und Hunger sie hartbedrängte, paßten sie eine stürmische Nacht ab. Soldaten waren nur wenigedarunter, aber sehr viel Unbewaffnete. An dem ersten und zweiten Wacht-posten kamen sie vorbei; als sie aber dicht an dem dritten waren, wurden sieentdeckt, indem dort die Weiber und Kinder, voll Not und Furcht wegen desDunkels und der Kälte, mit ihrem Geschrei den Waffenfähigen keinen Augen-blick Ruhe ließen. Da wären alle getötet und gefangen worden, wenn dieBarbaren nicht allen Eifer auf Raub und Beute gerichtet hätten. Denn sogelang es den Kräftigsten sich weit zurückzuziehen, und als die Trompeter,die mit ihnen waren, einen Marsch anstimmten, die Feinde auf den Gedankenzu bringen, denn es war Nacht und nichts zu sehen sie wären vonAsprenas geschickte Hilfstruppen. Daher brachen die Feinde sofort die Ver-folgung ab, und Asprenas kam, als er den Vorfall hörte, den Römern wirklichZU Hilfe.

24. Von dem was sonst üblich war, geschah nichts; auch die Feste wurdennicht gefeiert. Als Augustus aber danach hörte, daß einige von den Soldatensich gerettet hatten, daß Germanien besetzt war, daß der Feind nicht einmalan den Rhein heranzurücken gewagt hätte, schwand sein Entsetzen und dieruhige Überlegung kehrte zurück. Denn nicht ohne Zorn der Götter, schienes ihm, sei jenes Leiden in solcher Größe und so mit einem Schlage herein-gebrochen; auch wegen der Wunderzeichen, die sich vor der Niederlage und