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Aliso bei Oberaden und die Varusschlacht : Römer- und Nibelungenspuren im Lippe- und Ruhrland, nachgewiesen in Geschichte, Bodenforschung, Heldensage
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Aliso vor der Varusschlacht

I. Die Hauptquellen römischer Schriftsteller über Aliso

1. Die Gründung Alisos 11 v. Chr.

(1u88iu8 Oio: Römische Geschichte (Buch 54, Kap. 32) berichtet über-den ersten Drususzug 12 v. Chr.: Tiberius hatte gegen die PannonierSiege erfochten. Deshalb erkannte der Senat ihm den Triumph zu, Augu -stus jedoch gestattete ihm nicht den Triumphzug zu begehen, sondern verlieh,ihm die Triumphalabzeichen. Ganz ebenso erging es Drusus. Da nämlichdie Sugambrer und ihre Bundesgenossen wegen Augustus' Abwesenheit,und weil sie wußten, daß die Gallier nur ungern die Knechtschaft ertrugen,,zum Kriege gegen die Römer rüsteten, kam er der Empörung der bereitsunterworfenen zuvor, indem er ihre Häuptlinge, angeblich wegen des Festes,,welches noch jetzt in Lugdunum (Lyon) beim Altare des Augustus gefeiertwird, zu sich beschied, und schlug die Germanen zurück, indem er gerade denAugenblick abpaßte, wo sie über den Rhein gingen.

Danach rückte er selbst, dicht an der Insel der Bataver, über den Flußund in das Land der Usipeter ein. Von dort unternahm er noch einenZug in das Gebiet der Sugambrer und verheerte große Strecken Land.Dann schiffte er den Rhein abwärts bis an den Ozean und gewann dieFriesier zu Verbündeten. Als er über das Wasser in das Landder Chauken eingerückt war, kam er in Gefahr, da die Schiffe wegen derEbbe im Ozean auf das Trockene gerieten. Von den Friesiern, welcheals Fußmannschaft den Zug mitmachten, aus dieser Not befreit, kehrteer, da es Winter ward, um und begab sich nach Rom.

Kap. 33: Mit dem Anfange des Frühlings jedoch brach er wieder zumKriege auf, ging über den Rhein und unterwarf die Usipeter.Nachdem er über die Lippe eine Brücke geschlagen hatte, fiel er auchin das Land der Sugambrer ein, durchzog es und gelangte so in dasCheruskerland und bis an die Weser. Er konnte dies tun, weildie Sugambrer voll Zorn über die Chatten, welche allein von allen an-grenzenden Stämmen nicht ihre Bundesgenossen hatten sein wollen, mit allerihrer Mannschaft gegen sie zu Felde lagen, und er diese Zeit benutzte, umheimlich durch ihr Land zu ziehen. Auch über die Weser würde er wohlgegangen sein, wenn er nicht am Notwendigsten Mangel gelitten hätte,,und nicht der Winter vor der Tür gewesen wäre: auch ließ sich in seinemLager ein Bienenschwarm sehen. Dies bewog ihn, nicht weiter vor-zurücken.

Als er sich in Freundesland zurückziehen wollte, geriet er in einefurchtbare Gefahr. Einmal nämlich hatten ihn die Feinde, die ihm auch!