den?" fragte er denjenigen, der ihm dieZimmer zeigte, „der Kurfürst selbst" ant-wortete dieser. „Ey diesen Baumeister" fuhrder König fort, „möchte ich wohl in meinerGewalt haben, um ihn nach Stockholmschicken zu können." „Davor" antwortetejener „wird sich der Baumeister wohl zuhüthen wissen!" In dem Zeughause fandman blos Laveten. Die Kanonen, die zudenselben gehörten, hatte man vergraben.Dieß wurde jedoch dem Könige verrathen.Nun wurde dessen Artillerie durch 140 großeund schöne Kanonen vermehrt. Nicht weni-ger willkommen war ihm ein Schatz vonZOOOO Ducaten, den der Lauf einer vondiesen Kanonen verbarg. Doch GustavAdolfs Vergnügen, das er damahls fühlte,verbitterte der Gedanke, daß er die Armeedes Kurfürsten von Bayern noch nicht über-wältigt hatte, daß diese Armee seinem Au-griffe sorgfältig auswich. Zu der Besorgn:ß,die ihm dieselbe erregte, gesellte sich die un-angenehme Bemerkung, daß er jeden Bayerals einen Feind betrachten mußte; daß dieBayern die schwedischen Soldaten, in denensie lauter vcrdammenswürdige Ketzer sahen,
bey