Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
168
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München hatte weder eigentliche Festungs-werke, noch eine Besahung. Der Kurfürstund die Vornehmsten waren mit ihren Schäz-zen geflüchtet. Man konnte also weiter nichtsthun, als dem Könige von Schweden (am 7.May) die Schlüssel der Stadtthore zu schicken.Es fehlte jetzt nicht an solchen, die den Königaufmunterten, Magdeburgs Zerstöhrung ander schönen Residenzstadt des Herrn ihresUrhebers zu rächen. Dazu konnte sich aberder eben so edle, als weise Gustav Adolfnicht entschließen. Auch war der Fall ver-schieden. Tilly hatte Magdeburg durch Sturmin seine Gewalt bekommen, aber Münchenöffnete dem Könige ohne Weigerung seineThore. Wenn es diesem aber ein empfind-liches Vergnügen gewahrte, in die Haupt-stadt einer seiner machtigsten Feinde einzu-ziehen, wie viel Freude mußte Friedrich Vempfinden, als er an Gustav Adolfs Seite,in die Residenz des Urhebers seiner unglück-lichen Lage einritt?

Gustav Adolf äusserte sein Erstaunenüber das große und prächtige kurfürstlicheSchloß. „Wer ist der Baumeister dessel-ben