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Gustav Adolf, dem seine Unvorsichtigkeit Be-sorgnisse erregte: hielt es für rathsam, ihmeinen einsichtsvollen und erfahrnen Gehülfenzu geben. Dietrich von Falkenberg, den erihm schickte, wurde vom Stadtrathc zumOberbefehlshaber ernennt. Die Mannschaftdes Administrators, die durch manchen Aben-theuer vermehrt wurde, bekriegte die Kaiserslichcn einige Monathe hindurch mit glückli-chen Erfolge, bis sie Pappcnheims überlege-neres Kriegsvolk endlich in ihre Stadt ein-schloß. Tilly wollte durch die Eroberung vonMagdeburg den leipziger Convent in Schre-cken setzen, und zugleich sein Anschn wiederempor bringen. Da nun Papprr.heims Ver-such, den Commandanten Falkcnberg durchGeld zur Verräthercv zu bewegen, nicht ge-lungen war, so mußte (am zoten März)zu einer ordentlichen Belagerung geschrittenwerden.
Auf eine Belagerung war die Stadt garnicht vorbereitet. Für ihre weitläuftigenund unregelmäßigen Werke hatte sie an 2000Mann Fußvolk und 250 Reitern nicht Ver-theidiger genug. Die Bürger hatten entwe-der