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Christian Wilhelm schmeichelte, war größerals seine Vorsicht. Gustav Adolf war kaumin Pommern gelandet, als er sich verkleidetnach Magdeburg schlich; als er den Magi-strat dieser ansehnlichen, mit wohlhabendenBurgern angefüllten Stadt, die einer reichststadtischen Freyheil gcnofi, so begeisterte, daßer den kühnen Entschluß faßte, den Zumu-thungen des Kaisers standhafte Weigerungentgegen zn setzen; daß er mit dem Königevon Schweden eine Verbindung schloß, dieihm nicht allein den Durchmarsch, sondernauch das Recht, in dem Gebiethe der Stadtzu werben, zusicherte. Der Administratorwürde sehr vorsichtig gehandelt h.chcn, wenner diese Verbindung so lange geheim gehal-ten hatte, bis Gustav Adolf näher gerücktwäre. Aber der Kitzel, den Feldherrn zuspielen, reihte ihn so gewaltig, daß er nichtgeschwinde genug Kricgsvolk anwerben konnte,um gegen die Kaiserlichen Feindseligkeiten aus-zuüben. Seine Unternehmungen glücktet, ihmaber nur so lange, als kein größeres kaiser-liches Heer ii, der Nahe war. Von diesemzurückgetrieben, mußte er in der StadtMagdeburg selbst nun seine Zuflucht suchen.
Gustav