Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
87
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L?

der mächtige Kurfürst von Sachsen befand,der Vollziehung des RcligionSedicts nicht denkraftvollsten Widerstand entgegenstellen? Be-hutsamkeit war also schlechterdings nöthig.Man versuchte es, noch vor der Bekannt-machung des Edicts, zuerst bey Stiftern, dieerledigt waren, oder doch erledigt schienen.Das Bisthum Halbcrsiadt, dessen Admini-strator, der Herzog Christian von Braun-schwcig, nicht mehr lebte, und die AbtcyHersfeld, wurde einem Sohne des Kaisers,dem Erzherzoge Leopold Wilhelm, eingeräumt.Ebendemselben erkannte der Pabst das Erz-bisthnm Magdeburg zu, dessen bisherigerAdministrator, der Markgraf Christian Wil-helm von Brandenburg, abgesetzt worden war.Auf den Herzog August von Sachsen, denihm das Domcapitcl eiligst zum Nachfolgergegeben hatte, wurde gar keine Rücksicht ge-nommen. Jetzt nöthigte man auch die StadtAugsburg sich wieder der geistlichen Gerichts-barkeit des Bischofs zu unterwerfen, und insechs Kirchen den lutherschcn Gottesdiensteinzustellen. Der Herzog von Wirtembergmußte die eingezogenen Klöster auch wiederzurück geben, und den übrigen wurde dieses

Schick-