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Haus Oestreich bedenklich werden. Dieß lei-tete den Hof zu Wien auf die Nothwendig-keit, ein eignes Heer aufzustellen.
Auf diese leitete ihn aber auch der Gedan-ke, daß der Kaiser das Gluck seiner bisherigenUnternehmungen fast allein den Waffen Ban-crns und der Liaue zu danken hatte, daß alsovon diesen seine Macht und sein Ansehn fastaliein abzuhängen schien. Um eine eigne Ar-mee aufzustellen, fehlte es jedoch an denMitteln. Um so willkommner war der An-trag Wallenstcins, der ein glückliches Aus-kunftsmittel darboth.
Albrecht von Waldstein (gewöhnlich Wal,lcnstcin genennt) ein böhmischer Edelmann,damahls 42 Zahre alt, hatte, weil der Un-terricht seinem Freyheitsgefühle nicht anpaßte,als Knabe wenig gelernt. Weder Drohun-gen und Strafen waren vermögend, seinenunbändigen Sinn zu zähmen. Zn der Schulezu Goldberg in Schlesien stellte er bald denAnführer der machtigsten Partheyen seinerMitschüler vor. Auf der Universität zu Alt-dorf, wo er ganz ohne Zwang lebte, hatte
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