Zu den Ständen des nickcrsächsischenKreises rechnete sich auch der König Chri-stian IV von Dänemark, als Besitzer desHcrzogthums Hollstcin. Daher war ihmdas Schicksal des nördlichen Deutschlands garnicht gleichgültig. Wünschte sich doch einervon seinen Söhnen den Besitz der beydenStifter Bremen und Werden. Auch forderteihn Jacob I. der mir Spanien und Oestreichjetzt nicht mehr, so wie ehedem im freund-schaftlichen Verhältnisse stand, weil sein Kron-prinz Karl keine spanische, sondern eine fran-zösische Prinzessin, gehenrathet hatte, zur Un-terstützung seines unglitcklichen Schwiegersoh-nes Friedrich auf. Doch auch Gustav Adolfvon Schweden nahm, blos durch die Ostseevom deutschen Reiche getrennt, an dessenSchicksale einen so lebhaften Antheil, daß er,von Frankreich aufgemuntert, dem Königevon Großbritannien, und den deutschen Für-sten, seinen Beystand anboth. Sowohl Chri-stian, als Gustav Adolf, wollten ansehnlicheHeere stellen, und sie selbst ins Feld führen.Aber Gustav Adolf, der keinen Fuß breitLand auf dem deutschen Boden besaß, machte
es
*) Theil XI, S.-6l.