Druckschrift 
12 (1803)
Entstehung
Seite
45
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geweift» hatte, fand man kraftlos unter denTodten. Er kam nach Wie», wo die Ge-schicklichkeit im Drechseln ihm die Gunstder Kaiserin so sehr erwarb, das sie ihmnach 16 Monathen seine Freyheit verschaffte.Der traurige Ueberrest von Christians Armee,noch keine volle 4000 Mann, kam endlichin Holland an. Mansftld mußte in Ost-friesland seinen Soldaten alles gestatten,was Bedürfniß und Mnthwillen ihnen ein-gab. Dieß bewog die Stande dieses Landes,ihm Zooooo Gulden zu geben, damit erweiter ziehen möchte. Diese Summe brauchteer nun, um seine Leute zu bezahlen, undabzudanken. So waren jetzt alle die Armeen,die sich zu Friedrichs Rettung thatig bewie-sen hatten, aufgelöset.

Friedrich hatte indessen, in Holland, aufdie Erlaubniß, sich dem Kaiser zu Füßenwerfen zu dürfen, vergeblich gewartet. Fer-dinand, der keine bestimmte Versprechungvon sich gegeben hatte, glaubt? sich gar nichtverbunden, seinen Plan, Friedrichs Unter-gang zur Belohnung seines Freundes, desHerzogs von Bayern zn benutzen, aufzuge-ben.