fassung eines FreystaateS; die meisten erklär-ten sich jedoch für die Beibehaltung der Kö-nigswürdc. Unter mchrcrn, die jetzt alsThroncandidatcn in Vorschlag kamen, befan-den sich die Kurfürsten von der Pfalz undvon Sachse». Der lctztrc aber erregte, alsein eifriger Lutheraner, den böhmischenBrüdern Besorgnis. Man vereinigte sichdaher in der Wahl des Kurfürsten Frie-drich V von der Pfalz, des Oberhauptesder Union; ein Umstand, der ihn ganz vor-züglich empfahl. Der zwanzigjährige, mitkeinen besondern Fähigkeiten ausgerüsteteFriedrich, harte zu wenig Erfahrung undKlugheit, um das Gefahrvolle des Han-dels, in welchen er sich einließ, richtigzu beurtheilen. Sein Hofprcdiger Sculte-rus, der sich damahls bey der kurpfälzischenGcsandschafc zu Frankfurth befand, fühltesich, so wenig er sich sonst in Hofangelcgcn-hkiten mischte, jetzt besonders bewogen, sei-nem Fürsten die Annahme der ihm angebo-thenen Königswürde zu widerrathen. AberFriedrichs eitle Gemahlin Elisabeth, die Toch-ter Jacobs I von Großbritannien, sehnte sichso leidenschaftlich nach einer Krone, daß sieB 2 bei»
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten