7.O
den Besitz derselben ihrem Gemahle mit hin-reisscndcr Beredtsamkeit schilderte. So ent-schloß sich Friedrich endlich, König zn wer-den. Aber er konnte sich, als er das Wahl-beeret unterschrieb, der Thränen nicht enthalttcn. So innig war sein Gefühl von derGefahr, in die er sich, als Gegner desmächtigen Ssireichischen Hauses verwickelte.
Friedrich begab sich nun nach Prag, umsich daselbst (4. Nov.) krönen zu lassen. Daweder Er noch seine Rathgcber, die Kunstverstanden, seine Sache zur Sache der Re-ligion zu machen, und das Interesse derprotestantischen Union in das seinige zu ver-weben, so fanden die Mitglieder der Uniones auch nicht für nöthig, die Ausführungseines Planes zu unterstützen, und so gelanges dem kaiserlichen Hofe um so eher, die-selben von der Rathsamkcit der Neutralitätzu überzeugen. So blieb der unvorsichtigeFriedrich blos seiner nicht sehr betrachtlichenMacht, und der Unterstützung seiner neuenUnterthanen, überlassen. Doch das Zutrauender letzter» sich zn erwerben, verstand Frie-drich gleichfalls nicht. Er wollte die bis-herigen