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stände abgeschickt wurden, um ihnen, derNichtbcobachtuug des Majcstätsbriefcs wegen,ernstliche Vorstellungen zu thun. Diese wür-ben aber von denselben so ungünstig aufge-nommen, daß sie die Abgeordneten in Ver-haft nehmen ließen. Die Berichte, die siedeswegen an den Kaiser Matthias schickten,schilderten das Benehmen, und die Absichtender evangelischen Herren, von einer so ge-fährlichen und strafbaren Seite, daß deralte, kränkliche Matthias, der sich haupt-sächlich von seinem Vetter, dem KönigFerdinand, und den Jesuiten, lenken ließ,den Statthaltern den Befehl schickte, denevangelischen Ständen nicht nur alle fer-nern Versammlungen zu verbiethen, son-dern ihnen auch mit der Strafe des Auf-ruhrs zu drohen.
Die Statthalter luden hierauf die Ständeauf das Schloß ein, um ihnen den Inhaltdes kaiserlichen Schreibens bekannt zu machen.Diese fühlten sich nun schon dadurch gekrankt,daß das Schreiben nicht an sie gerichtet war,und Thurn behauptete sogar, daß es nichtan der kaiserlichen Kanzley zu Wien, sondern
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