in der Statthalrcrcy zu Prag/ aufgesetztund zu Wien nur unterschrieben^ worden wäre.Die Stande bathen sich indessen eine Ab-schrift desselben aus. Thurn brauchte die-selbe.. um den Unwillen der mit ihm verbun-denen Herren desto stärker zu reihen. OhneZweifel faßten diese schon damahls den Ent-schluß, die ihnen zugestandne Neligiousfrcy-hcit, mit der Anstrengung aller ihrer Kräfte,zn behaupten. Dieß beweisen die Schritte,die sie sich am folgenden Tage (2z. März)erlaubten. Sie erschienen, den GrafenThurn an der Spitze, mit einem Haufenvon bewaffneten Leuten, die alle Zugängezum Schlosse besetzten. Thurn, der schonmit Ungestüm in das Zimmer der Statthal-ter trat, verlangte im entfchloßnen Tone dieAuslieferung der beyden Statthalter Slawataund Martinitz. Als sein Verlangen ihm ab-geschlagen wurde, erinnerte einer von denLandständen an den alten böhmischen Ge-brauch *), die Feinde des Volkes zum Fen-ster hinauszuwerfen. Sogleich wurde Mar-tinitz von fünf derselben ergriffen und hinab-gestürzt. Auf einen Wink von Thurn hatten
Sla-
* Theil vin, S. 157.