Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
432
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zu befriedigen, so wurde der Staat nichtmir sehr oft zerstückelt, sondern es entstan-den auch zwischen den ländcrsüchtigen Prin-zen häufig blutige Streitigkeiten und Ver-wandtenkriege, welche die Macht des Ren,chcs schwächten, und den Edlen, derenBeystand die Kömge nöthig hatten, immerneue das königliche Ansehn verminderndeVorrechte und Freyheiten verschafften. ZumUnglücke aber waren die Händel, welchefast jeder Todesfall in der Konigsfamilie er-zeugte, nicht vorübergehend, sondern dieFamilicnrache machte sie gleichsam erblich,und leider gieng von den Regenten der Haßauch auf die Unterthanen übest Zwischenden Ost - und Wcstfranken entwickelte sichallmahlig eins entschiedene Nationalabneigung.Ein gewaltsamer Austritt drängte den an-betn, und dieß ficng sich schon unter denersten Nachkommen Chlodewigs an. Alssein Sohn Chlodcmir, König von Orleans,im Kriege gegen die Burgunder (526) um-gekommen war, wurden seine jungen Söhnevon ihren Vatcrsbrüdern des väterlichen Lan-des beraubt. Der eine Childebcrt glaubteauf das Land seines Bruders ein so gegrün-detes