Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
371
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Seine Mutter Erelieva war des Thcode-mirs liebste Concubine. Es gab damahls«och andre Ostgothen in Thracicn (Rum-Jli) und also in der Nähe von Constanti-nöpel. Diese hatten durch die Streifcreven,mit welchen sie die Besitzungen der Oströmerheimsuchten, von dem Hofe zu Constantino-pcl ein jährliches Geschenk erzwungen. IhrBeyspiel reihte die pannonischcn Ostgothen,durch einen Einfall in Jllyrien, sich gleich-falls ein Jahrgeld zu verschaffen. Man be-willigte ihnen Zoo Pfund; als ein Unterpfanddes Friedens mußte Theodemir (462) sei-nen siebenjährigen Sohn Theoderich ausliefern.Dieser wohlgcbildctc und fähige Prinz wurdezu Constantinopcl in allen Künsten und Fer-tigkeiten des Körpers so sorgfältig unterrich-tet, daß seine mit einer fast riescnmäßigenGröße verbundene Gewandtheit allgemeineBewunderung erregte. Wissenschaftliche Cul-tur war ihm aber so wenig zu Theil gewor-den , daß er nicht einmahl schreiben konnte;dennoch schätzte er die Wissenschaften unddiejenigen, die ihnen ihren Fleiß widmeten.Auch hatte er in dem Umgange des Hofesdie Bildung eines feinen Weltmannes sichA a 2 zugeeig-