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Aetius, der Obcrstatthaltcr dieses Landes,ein kluger und thätiger Mann, ein ehema-liger Freund der Hunnen, und ein Kriegs-geführte des Attila, machte, während daßValentinian und seine Lieblinge zu Ravennasorgenlos schwelgten, die wirksamsten An-stalten, Gallien zu vertheidigen, und demfernern Vordringen des Hunnen - KönigsEinhalt zu thun. Er verstärkte seine Kriegs-macht durch eine Verbindung niit den West-gothen, Burgundern und Franken, die sichin Gallien niedergelassen hatten. Ueber dieWcstgothen, die sich auf beiden Seiten derPyrenäen weiter ausgebreitet hatten, herrschtejetzt Thcodomir, ein Sohn des berühmtenAlarichs, der einige Zeit hindurch mit demvandalischen Könige Geiserich, dem Bun-desgenossen des Attila, und einem Erzfeindeder Römer, in dem freundschaftlichsten Ver-haltnisse stand. Geiserichs Sohn hatte seineTochter zur Gemahlin. Diese sollte, wieman ihr Schuld gab, den Schwiegervaterhaben vergiften wollen, und dieser schicktesie, nachdem er ihr die Nase und die Oh-ren hatte abschneiden lassen, ihrem Vaterwieder nach Hause. Aus Nachsucht schloß
sich