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5 (1802)
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mcn konnte. Aber die Regierung unter demganz untauglichen, und blos mit der Be-friedigung der Wollust beschäftigten Valen-tinian, war nicht vermögend, den Verfalldes weströmischen Kaiserthums wirksam auf-zuhalten. An dem Hofe zu Ravenna dauertedie bisherige Sittcnvcrderbhcit, und diearglistige Vcrfahrungsart, immer fort. Pla-cidia behandelte den Bonifacius, ihren ed-len und getreuen Freund, mit unvorsichtigerUndankbarkeit. Actius, der zweyte großeStaatsmann im weströmischen Kaiscrthume,ein sehr talentvoller, aber auch boshafterMann, nöthigte durch 6oc>oo Hunnen, dieer, zum Dienfce des Kaisers Johannes, vonder Donau hcrbeygczogen hatte, die Kai-serin Placidia, seinem Nebenbuhler Boni-facius die Statthalterschaft über Afrika zunehmen. Bonifacius, der das ihm zuge-fügte Unrecht innig fühlte, und dabey aufsein großes Ansehn, und seine vielen Freun-de rechnete, zögerte, seine Statthalterschaftniederzulegen. Man behandelte ihn nun wieeinen Empörer. Die Provinz Afrika nahmsich ihres braven Statthalters zwar eifrig an;da aber, ihre Kräfte gegen die Macht des

Kai-