Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
189
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verehrend , durchaus keine neue Religionwollten aufkommen lassen. Sie betrachtetendie Religion als eine der wichtigsten Ange-legenheiten des Staats. Selbst die einsichts-vollesten, die menschenfcenndlichsten Kaiserkonnten die Christen für nichts anders, alsfür Staatsverbrecher, halten. Es war nichtnöthig, das Christenthum erst durch beson-dre Gesetze zu verbiethen; man durfte nurdie bereits vorhandenen Verordnungen, wel-che alle Religionsncuerungcn untersagten,auf die Christen anwenden. Selbst ein Tra-jan, selbst ein M. Aurcl konnten sie dahernicht schonen. Doch führte Trajan schon eingesetzmäßigeres Verfahren gegen die Christenein; er befahl, sie nicht eher zur Strafezu ziehen, als bis sie regelmäßig angegebenworden wären. Die deswegen gegebenenVerordnungen wurden zwar nicht wieder auf-gehoben, aber auch nicht durch neue ver-mehrt, und die Auslegung derselben hiengmeistens nur von den Leidenschaften und derLaune der römischen Statthalter ab. Unterdem Maximin, dem Gallus und dem Vale-ncia wurden die Christen zwar verfolgt, abernur auf kurze Zeit, und mit ziemlich vieler

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