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Ueber ihren Schaarcn flatterten Fahnen auslangen, bunten Streifen zusammengesetzt,die, vom Winde aufgeblähet, fliegendenDrachen glichen, und ein auffallendes Rausschen und Pfeifen hervorbrachten. Ihr Lasgcr schlössen sie durch eine Wagenburg ein.Die Wagen waren meistens mit Ochsen, zu-weilen aber auch mit Hirschen, oder Renn-thicrcn, bespannt. Die Sachsen bedientensich eines eigenthümlichen Streitmessers,welches sie Sachs nennten, und von wel-chem sie ihren Nahmen bekommen habensollen.
So lebten, so kleideten sich, so fochtendie deutschen Völker, mit welchen die römi-schen Kaiser über zwey hundert Jahre langfast ununterbrochen im Kampfe begriffen wa-ren. Schon unter dem Valerian fielen Fran-ken und Alemannen in das auf der linkenRhcinscite liegende Gallien ein, und dieGothcn plünderten die auf der rechten Do-naufeite liegenden Lander. Die Aleman-nen setzten ihre Streifzüge bis nach Ita-lien, die Franken bis nach Spanien, fort;die Gothen fuhren sogar über das schwarze
Meer