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5 (1802)
Entstehung
Seite
112
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stehen. Weil nun aber die Qnadcn die Be-dingungen des Friedens nicht redlich erfüllthatten, so beschloß M. Aurclius, noch ein-mahl gegen sie zu Felde zu ziehen. Aber dieEmpörung des Cassins, des Statthalters überdie asiatischen Provinzen, nöthigte ihn, denFriedcnswünschen der Donaunationen Gehörzu geben. ^

Cassius, in der syrischen Stadt Cyrrhusgcbohren, der alle Eigenschaften.-vereinigte,die ihn würdig machen konnten, einen Re-genten abzugeben, ließ sich von der Faustine,der Gemahlin des M. Aurcls, zu einem fürdenselben feindseligen Plan verleiten. DieseFaustina, eine Tochter des Antoninus Pins,stand, weil der Tod ihres Gemahles immernaher rückte, in de.r Besorgnis, die Kaiscr-würde möchte, da Commodus nicht nur jung,sondern auch ein Schwachkopf war, auf ei-nen andern fallen, und sie würde wieder inden Privatstand zurücktreten müssen. Sieließ daher (175) dem Cassius heimlich denAntrag thun, sich in die Lage zu versetzen,daß er, nach dem Tode ihres Gemahls, vonihrer Hand und dem Throne Besitz nehmen

konnte.