Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
109
Einzelbild herunterladen
 

IO9

geschwächte Armee der Römer wurde durcheine ansteckende Krankheit noch so sehr ver-mindert, daß man zn ihrer Ergänzung Fech-ter, Sclaven und andere dergleichen Leuteanfbieten mußte. Aurclius verkaufte, umden außerordentlichen Aufwand dieses Kriegeszu bestreiken, sein Gold - und Silbergeschirr,seine Gemählde, seine Statuen, und,seineGarderobe. Auch brachte er es durch seinestandhafte Anstrengung so weit, daß die Mar-comannen aus dem römischen Gebiethe stch(17z) wieder herausziehen mußten. M. Au-rclius gieng, um die Zazyger, die Bundes-genossen derselben, in ihrem Lande zu züch-tigen, über die mit Eis belegte Donau, undselbst auf dem Eise fochten die römischenSoldaten mit großer Entschlossenheit undStandhaftigkcit. Doch des M. Aurelsmuthige Verfolgung dieser Feinde war Ur-sache, daß er einst in großer Gefahr sich be-fand , in ihre Hände zn gerathen. Er sehteüber die Gran, um die Quaden völlig zubesiegen. Diese zogen sich listig zurück. Aufeinmal sahen sich die zu hitzig nacheilendenRömer auf allen Seiten von kahlen Bergeneingeschlossen. Zwar schlugen sie alle Angrisse

der