Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
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100
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sein Leben zum Opfer brachte, mit so leiden-schaftlicher Zärtlichkeit, das; er nicht eher ru-hctc, als -bis die Griechen den Antinons un-ter ihre Götter versetzten, und bald warenalle östlichen Provinzen des römischen Staatesmit Tempeln, Kapellen und Bildsaulen an-gefüllt, die man dieser neuen Gottheit ge-widmet hatte.

Ganz vorzüglich aber verdient Hadrians Ei-telkeit, verdient der Neid, mit dem er berühmteGelehrte und Künstler verfolgte, getadelt zuwerden. Die Wirkungen dieses Neides er-fuhren zwey Sophisten oder Redner, derGallier Favorin und der Milcsier Dionys,die er dadurch herabzuwürdigen suchte, daßer ihre Gegner, die doch- gar keinen Werthhatten, mit allem Eifer erhob. Die Wir-kungen seines Neides erfuhr aber besondersder berühmte Apvllodor, Trajans vornehmsterBaumeister. Einst, als Trajan mit demsel-ben über einen-gewissen Bau sprach, hatteHadrian sich gleichfalls in das Gespräche mi-schen wollen, Apollodor hatte ihn aber durchdie Worte: „gehe hin, und mahle deineGurken, denn von dem, was wir hier reden,

ver-