Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
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Steinen belegt waren, die ihm alles zeigten,was vor und hinter ihm war.

Die Einsamkeit, in welcher Domitianlebte, erzeugte die drückendste Langeweile.Vergebens bcmühetc er sich, dieselbe durchden ausschweifendsten Genuß sinnlicher Ver-gnügen zu bekämpfen. Seine Sinnen wa-ren bald so erschöpft, so abgestumpft, daßer zu weniger angreifenden, zu kindischen Zeit-vertreiben seine Zuflucht nehmen mußte. Nunwar es für ihn ganze Tage lang eine Be-schäftigung , Fliegen zu fangen und aufSchrciögriffei anzuspießen. Sehr witzig sagtedaher ein Hofmann zum andern, der ihnfragte, was der Kaiser mache? „er istganz allein, nicht einmahl eine Fliege ist beyihml,, Und ein so unthätiger, von bestän-diger Angst gepeinigter Tyrann konnte sicheinbilden, von rechtschaffnen und einsichtsvol-len Männern geschätzt zu werden, konntesich mit dem Wahne schmeicheln, daß ihnnicht nur Leute vom Pöbel, sondern selbstdie größten Redner und Dichter, für einenGott hielten, konnte so unverschämt seyn,sich in seinen Befehlen: Gott und Herr,

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