ihre Weiber und Töchter mußten auf ent-fernte und öde Inseln wandern. Ihr Ver-mögen diente dazu, Domitians erschöpfteSchatzkammer wieder anzufüllen, und mankonnte sich daher seine Gunst durch nichts soleicht erwerben, als wenn man recht vielereiche Manner wegen des Hochvcrraths an-klagte. Dadurch brachte er es endlich so weit,daß die prächtigsten Häuser in der Stadt,daß die schönsten Landgüthcr in Italien, seinEigenthum wurden. Die Zahl der falschenAnklager vermehrte sich aber auch so gewal-tig, daß alle Tempel, alle Straßen, alleöffentliche Platze damit angefüllt waren, daßman, als man diese boshafte Menschengat-tung unter dem Trajan im Meere begrabenwollte, eine ganze Flotte zu dieser Absichtnöthig hatte. Für einen Tyrannen, wie Do-mitian war, mußten Männer > die sich durchTugenden und Verdienste auszeichneten, einsehr verhaßter Gegenstand seyn. Daher wares ein Unglück, sich als Feldherr hervorzu-thun, und der von einem niederträchtigenNeide beseelte Tyrann ließ lieber von denFeinden ganze Heere niederhauen, und blü-hende Provinzen in Wüsteneyen verwandeln,
als