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Senats keinen Vorzug anmaßte: daß er je-dem die Erlaubniß gab, seine Meynung mitaller Frcymüthigkcit zu sagen; daß er jeder-mann den Eintritt in seinen Pallasi erlaubte,und daß er sich gegen jedermann herablassendund leutselig bewies. Er war von geringerHerkunft; aber er schämte sich derselben sowenig, daß er diejenigen auslachte, die seinGeschlecht von einem Gefährten des Herculesableiteten. Er verachtete alle Titel, und selbstden Nahmen eines Vaters des Vaterlandes,den er doch mit so viel Recht verdiente, nahmer nur nach vielen Vorstellungen und Bittenan. Er konnte sich nicht entschließen, jemandhinrichten zu lassen, der an einer Verschwö-rung gegen ihn Antheil genommen hatte.Solche Leute, sagte er, verdienten mehr Mit-leiden, als Strafe, weil sie die drückendeLast der Regierung nicht kennten. Eben des-wegen war auch keine Satyre, die ihn, undbesonders seine Gelbsucht, zum Gegenständehatte, vermögend, seine Geduld wankend znmachen. Diese ermüdeten jedoch endlich diein Rom befindlichen griechischen Philosophen,die durch ihre stoischen Grundsätze auf dieRegierung des Vcspasians ein falsches Licht
warfen.