setzte sie sein Sohn Titus mit großem Eiferfort.
Die Eroberung einer Stadt, die, wieJerusalem, vier Meilen in Umfang hatte,die nicht nur durch eine dreyfache Mauer,sondern auch durch tiefe Hohlwege und Grün-de, hinlänglich gesichert war, gehörte aller-dings zu den großen und schweren Unterneh-mungen. Es trafen jedoch verschiedene fürdie Römer sehr günstige Umstände zusammen.Die großen Vorräthe von Leöensmitteln, dieauf einige Jahre hätten hinreichen können,waren, durch die Wuth der Partheyen, ent-weder verschwendet, oder verdorben worden.Die Verlegenheit der in der Stadt einge-schlossenen Menschen wurde aber dadurch nochängstlicher, daß ihre Zahl bey Gelegenheitdes letztem Paschahs sich ausserordeutlich ver-mehrt hatte. In der mit so vielen Menschenangefüllten Stadt brach nun bald eine Hun-gersnoth aus, welche von ihren gewöhnlichenGefährtinnen, von ansteckenden Krankheitenund Ausschweifungen, begleitet war. Ucberallsah man Haufen von Leichen aufgcthürmt,sah man Kranke mit dem Tode kämpfen, sah
man