Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

4l

sehr standhaft vertheidigte, mit Sturm. Derbrave Josephus sollte nun als ein Gefange-ner nach Rom gebracht werden; er rettetesich aber von der Gefahr, von seinem Vater-lands getrennt zu werden, durch Klugheit,durch die schmeichelhafte Prophezeiung, daßVespastan nächsten's den Kaiserthron besteigenwürbe.

Der römische Obergencral eilte nicht, dieStadt Jerusalem selbst anzugreifen; denn ersah es mit Gewißheit voraus, daß die bey-den Partheyen, die gegen einander wütheten,die besten Kräfte der Nation verzehren wür-den. Die eine von diesen beyden Partheyen,welche aus den sogenannten Zeloten bestand,wollte durchaus nicht zugeben, daß man sichden Römern wieder unterwerfen sollte. Dar-aus entstand in Jerusalem selbst ein bürgerli-cher Krieg, der wie alle Bürgerkriege miteinem schrecklichen Menschenschlachten verbun-den war. Im Sommer des folgenden Jah^res (69) machte Vespastan endlich ernstlicheAnstalten, die Stadt Jerusalem zu belagern.Von der Vollendung dieser Belagerung riefihn aber die Ernennung zum Kaiser ab. Nun

setzte