Ich glaube also, daß Substanzen existiren können, diezu den Phänomenen des Universums eben so wesentlichsind als das 5lcht; eben so impalpabel als jenes, wennsie auf die merkbaren Substanzen wirken, und welche,da sie durch sich selbst keinen von unsern Sinnen rühren,bestandig imperceptibel bleiben werden. Ich kenne aberden Widerspruch i vieler Physiker gegen die Annahmevon Wesen, die niemals, ob man sie gleich für mate-riell hält, durch die Sinne an sich selbst empfunden wer-den können; so daß noch Zeit nöthig ist, ehe dieser Wi-derspruch allem demjenigen weiche, was, wie mir scheint,jetzt seine Ungegründtheit darthut: ich überlasse also dieEntscheidung der Zeit, und setze hier nur hinzu; daß mansie wenigstens nicht auf die Maxime stützen könne, daßman ohne Noch keine Wesen voraussetzen müsse;denn es ist die größte Nothwendigkeit vorhanden, We-sen dieser Art anzunehmen, sobald man die physischenPhänomene erklären will.
Die artifizielle Chemie zeigt uns überall einen Man-gel an bekannten Wirkungsmitteln. Daher insbe-sondre die Mannigfaltigkeit und die Veränderungen inder Meinung über so viele Phänomene, die sich in un-serm Laboratorium offenbaren; ob wir hier gleich dieProzesse variircn, und also unsre Muthmaßungen denVersuchen unterwerfen könnten. Aber diese Phänomenegeschehen alle im Kleinen; und daher erstaunt man we-niger, über vielleicht an sich sehr wichtige Umstände, dieman taglich wahrnimmt. Man trauet der Genauigkeitin Maaßen und Gewicht nicht; man vermuthet fremdenEinfluß, wegen der Gefäße, wegen Ungleichheit der
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