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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
345
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Von den Wirk, und Ursack. in der Almosph. 545

anzuzeigen, daß unsre Fortschritte in der Kenntniß derNatur, auf diese Gattung von Einsichten ankommen:bis jetzt aber hat man nur an Substanzen gedacht, dieunsre Sinne unter irgend einer Gestalt rühren könnten,ehe sie ihnen, durch Verdünnung oder Veränderungendem Anscheine nach entwischen: und dennoch hindertnichts, daß nicht so zarte Substanzen epistircn sollten, diewir, ob sie gleich große Wirkungen hervorbringen, we-der durch sich selbst noch durch irgend eine Vermehrungder Masse oder des Volumens bey andern Substanzen,gewahr werden könnten. Ein einziges Beyspiel wirddienen, diese Möglichkeit zu unterstützen. Wenn dasLicht das Auge nicht rührte, indem es sich von denPhosphoren entwickelt, oder wenn es darauf von denKörpern reflekrirt wird;.so könnte uns nichts von seinemDaseyn benachrichtigen. Man begreift leicht, daß ichdiesen besondern Umstand bey Seite setze, daß, ohneGesichtsorgan und dessen Gegenstände die Hellheit, wirnicht im Stande wären, uns mit der Chemie zu beschäf-tigen. Man kann leicht diesen Umstand weglassen, undblos betrachten; daß das Licht, in welchem Uebermaaßewir es auch sammeln könnten, kein merkliches Gewichthabe; daß es keinen Druck, den wir wahrnehmen könn-ten, ausübe; und daß, sobald die Körper, die es imgrößten Ucberflusse verschlucken, ihm lange ausgesetzt wor-den sind, so viel andre Substanzen an den Verändrun-gen, die ihnen begegnen, Theil nehmen, daß wir dar-aus nichts über dasselbe selbst schließen könnten, wenn cSalsdann nicht unsern Augen verschwände. Welche Ver-änderungen bringt es inzwischen nicht in den Substan-zen hervor, mit denen es sich verbindet! WelcheVerwü»stung würde nicht in der Natur erfolgen, wenn diese ein-zige unfühlbare Substanz vernichtet würde!

§- 8;z.