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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
334
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zz4 Hl- Abtheilung. VIll. Kapitel.

Wenn es Fälle giebt, in welchen der elastischeDunst durch seine plötzliche Verdichtung Winde her-vorbringt; so giebt es auch welche, wo er, durch Er-weiterung der Luft in dem Augenblicke da er sich bildet,sie verursacht. Dies ist sogar ein sehr bekanntes Phä-nomen, wovon man aber keine hinreichende Erklärunggegeben hat. Man sieht zuweilen eine Regensäule, sozu sagen auf einer Ebne oder in einem Thale umherge-hen; der Wind geht vor ihr her, Hort auf wenn sie an-kömmt, entsteht wieder wenn sie vorüber ist, und gehtimmer von dem Mittelpunkte des Raumes aus, den sieeinnimmt. Die Leute sagen, daß es die Regentropfensind, welche durch ihr Fallen die Luft von allen Seitenvertreiben. Die Abgeschmacktheit dieser Meinung fälltin die Augen. Das Fallen dieses Wassers bringt ein klei-nes, sozusagen, intestinales Verrücken derjenigen Theileder Luftsäule hervor, durch welche der Regen fällt, undkann einen Theil von derselben Säule nicht weit wegtrei-ben. Was das Volumen des Regens betrift, so ist esselten in einer halben Stunde einen halben Zoll hoch,und das Hinzukommen einer so geringen Menge könntekeinen merklichen Wind auf einige Weite hervorbringen.Es ist also nicht der Regen selbst, es ist der elastischeDunst, in welchen er sich zum Theil verwandelt. Inder That gelangt der Regen, indem er oben aus denGewölken fällt, in eine Luft die noch nicht gesättigt ist,und fällt auf eine oft heiße und trockne Erde. Es mußsich also eine beträchtliche Menge von elastischem Dun-ste bilden , dessen tausendmal größeres Volumen, alsdas Wasser, woraus er entstanden ist, in der Luft einemerkliche Ausdehnung bewirken muß. Und die Feuchtig-keit des Windes selbst, welcher aus dieser Regensaulefährt, zeigt den Dunst an, von dem er seinen Ur»sprung hat."

»Der-