Merkwürdige Umstände bey dem Regen, zzz
dert variiren, so sind ihre Verändrungen doch so lang-sam, und die Unterschiede in der Wärme von Ort zuOrte so unmerklich, daß daraus keine heftige und plötz-liche Bewegung in der Luft entspringen könnte. DasUmgekehrte der Ausdünstung, nämlich der Regen,wirkt weit heftiger: aber dieselben Gründe, welche be-weisen, daß der Regen nicht aus dem unmittelbarenProdukte der Ausdünstung gebildet seyn könne, zeigenauch, daß die bloße Präcipitation dieses Produkts ineiner Luftschichte hier kein hinlängliches Vakuum bewir-ken könne, damit die umgebende Luft sich dahin mit Hef-tigkeit begebe.
§. 842.
Inzwischen scheint es doch, daß sehr heftige Windemit dem Regen in Verbindung stehen; und Herr vonSuufsure der seine Aufmerksamkeit auf alle meteorolo-gische Phänomene gerichtet hat, erwähnt ihrer auch:da er aber die gewöhnliche Meinung, über die Ursachedes Regens selbst, beybehalten hat, so dünkt mich nicht,daß er diese plötzlichen Bewegungen der Luft erklärt habe.Ich habe bereits oben (§. 664.) gezeigt, daß die Idee,die er sich von Orkanen, die durch Verdichtung derDünste in Regen entstehen, entworfen hat, seinen eig-nen Versuchen, über die Menge von Dünsten, weichedie Luft enthalten könne, entgegen sey; und ich willjetzt zeigen, daß dieselben Versuche und andre Betrach-tungen gleichfalls einer andern Gattung von Windeentgegen sind, welche nach seiner Voraussetzung aus derVerdünstung während des Regens entspringt. Fol-gendes sagt er hierüber im Uten Kap. seines lVten Ver-suchs über die Hogrometrie §. 2sz. u .f.
„Wenn