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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
331
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Merkwürdige Umstände bey dem Regen, gzr

daß die oft sehr große Höhe wirklicher Wolken, beyihrer ersten Erscheinung, ihren Ursprung in die Gegendversetze, wo es am wenigsten zu vermuthen steht, daßsie hier aus dem unmittelbaren Produkte der Aus-dünstung gebildet seyn könnten, weil hier ein gewöhn-licher Grad von Trockenheit herrscht, der jede Ideedieser Ursache ausschließt. Und in derselben trocknernund auch merklich dünnern Luft, als die Luft in denEbnen ist, sammelt sich die ausdehnbare Substanz, derenVermischung mit der Luft davon einen Theil in wässrigeDünste verwandelt, weil sie entweder in hinlänglichemUeberflnsse vorhanden ist, oder vielleicht durch die Zu-sammenkunft irgend eines eben so unbekannten Umstan-des, als diese Substanz selbst.

Zweyter Abschnitt.

Von den Winden, welche vor dem Regen vorausgehen undihn begleiten.

§. 84O.

Die Theorie der Winde, so wichtig sie auch für dieMeteorologie wäre, ist noch sehr wenig weiter gebracht *).Es giebt ohne Zweifel eine allgemeine Ursache der Win-de, nämlich der jährliche Lauf der Sonne: aber dieseUrsache allein betrachtet, müste regelmäßige Winde her-vorbringen, deren Gang sodann mit dem der Jahreszei-ten verbunden wäre; und es fehlt sehr viel, daß maneine solche Verbindung unter den Phänomenen gewahrwürde. Man erblickt auch eine Ursache, weswegen dieSüdwinde, für uns Süd- West, und die Nordwinde

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