ZZO II!. Abtheilung. VIII. Kapitel.
charakteristischer Unterschied, zwischen der Ursache desRegens und der von dem Verschwinden der wäßrigenDünste in der Luft: daß dieses letzte mit einem be-stimmten Umstände, nämlich der Gegenwart der Sonneüber dem Horizont verbunden ist; da hingegen die erstebis jetzt keine bekannte Verbindung mit irgend einem Um-stände hat, ausgenommen mit gewissen Winden, aberauf eine sehr dunkle Weise. Dieses leitet mich auf dieBemerkung; daß, obgleich die Bildung der Wolkenund des Regens sicher das Umgekehrte von der Ver-wandlung der Dünsie in Lllft sey, und folglich von denunmittelbaren Ursachen dieser Phänomene eine die um-gekehrte der andern seyn müste, es nicht nothwendigist, daß die merkbaren Umstände, welche mit ihnen ver-bunden seyn können, auch die unmittelbaren Charaktereumgekehrter Ursachen an sich tragen; wie die, von derBildung der Dünste und ihrer Zerstörung, von deneneine, die Zunahme, und die andre die Abnahme derWärme ist. Die Sonnenstrahlen bewirken sehr wahr-scheinlich die Verwandlung der Dünste in Luft: umaber zu wissen, wie die Luft darauf wieder in denDunstzustand gelangen könne, und davon die Ursachein irgend einem merklichen Umstände zu entdecken; müsseman zum wenigsten wissen, wie die erste dieser Opera-tionen vorgehe, welches ich nicht zu kennen behaupte.Wir sind also noch weit vom Ziele der Laufbahn entfernt,in den Untersuchungen über die chemischen Ursachen dermeteorologischen Phänomene, und bis jetzt können wirsogar hier nur tappend weiter gehen.
H- 8Z9-
Endlich will ich, sowohl zum Beweise, daß man inder That die Bahn, die ich zu eröfnen suche, eingehenmüsse, als zum neuen Führer auf derselben, anmerken:
daß