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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
328
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M M. Abtheilung. VIII. Kapitel.

Nahe des Meers, im Norden von Europa hervorge«bracht wird: denn diese Schichte ist nur eine Modifika-tion der Nebe!, von denen sie sich bloß dadurch unter-scheidet, daß die Verwandlung der Dünste in BläS?eben nur IN einer gewissen Höhe anfangt, wo die War-me merklich geringer ist als in der untern Luft. Die ge-dirgigten Lander haben uns ein Mittel verschaft, diesPhänomen von den wirklichen Wolken zu unterscheiden,weil es gewöhnlich in ihren Thalern eingeschlossen ist;wo es von den Flüssen und Seen so lange hervorgebrachtwird, als die. von diesen großen Wastermasten imSommer erlangte, Warme, ihre Temperatur merklichwarmer macht als die der Luft Das Barometer stehtgewöhnlich hoch, wenn die Nebel, sie mögen niedrigoder erhaben senn, die großen Thaler in den Gebirgeneinnehmen; die Gipfel derselben, sogar von mittelmässi-ger Höhe, erheben sich immer über ihre Schichte; dieLuft ist alsdann auf diesen Gipfeln sehr heiter, und aufden Ebnen außer dem Bezirk der Gebirge ist es gleichfallsschönes Wetter. Wenn man z. B. im Herbste bey schö-nen Wetter, von Bourgogne oder Franche-Comtch nachder Schweitz reiset, oder von Italien nach Valais undSavoyen und auf die Höhe der Pässe, welche die großenThäler des Jura und der Alpen überreichen, gelangt; sosieht man sehr oft diese Thäler vom Nebel angefüllt:beym Herabsteigen kömmt man in die dunkle Schicht,und oft gehr man durch sie: alsdann trift man unten dieLuft wieder durchsichtig an, sieht hier aber keine Sonnemehr. Dasselbe Phänomen findet in einigen Ebnen Statt,wegen der Flüsse, Moräste oder der Nachbarschaft desMeers; es ist aber nicht so leicht, es hier von demjeni-gen, welches ich jetzt betrachte, zu unterscheiden.

§. 8Z?.