Merkwürdige Umstände bey dem Regen. 327
gewissen Begriffen zu den Phänomenen beytragen müssen,und es dennoch nicht thun; denn es ist immer Vortheil,die bctrüglichen Wege zu sperren: aus diesem Grundehabe ich mich oben in verschiedene Prüfungen eingelassen,wovon ich jetzt die Resultate mittheilen will. Es ist erst-lich sehr merkwürdig, daß die Bildung der Wolken unddes Regens keine merkliche Verbindung mit den verschie-denen Tageszeiten, und sogar sehr wenige mit den ver-schiedenen Jahrszeiten in unsern Klimaten habe. Esgiebt unstreitig Jahrszeitcn, wo es gewöhnlich häufi-ger regnet als in andern; dies geschieht aber mit so gros-sen Ausnahmen, daß es nicht weniger rechtmäßig ist, dar-aus zu schließen; daß der Regen nicht von den Unter-schieden in der Warme herrühre, und eben so wenigeinige merkliche Verbindung mit den Unterschieden in derIntensität des Lichts d. i. mit dem Gange der Sonnehabe. Das entfernte Verhältniß der Jahrszeiten mitdem Regen scheint von demjenigen abzuhängen, waswir bey ihnen mit gewissen 'Winden gewahr werden:aber dies unmittelbarere Verhältniß des Regens mit ge-wissen Winden, ist noch zu vielen Ausnahmen unter-worfen, als daß es allein irgend eine Idee von Ursacheentstehen lassen könnte: es entspringt daraus irgend eingünstiger Umstand zur Bildung der wäßrigen Dünstein der Lustz aber dieser Umstand ist bis jetzt unbekannt,und wird sich vielleicht erst entdecken, wenn man der un-mittelbaren Ursache des Regens nähergekommen ist.
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Das Phänomen, welches man trübes Wettertremü couverc) nennt, erfordert noch eine besondre Auf-merksamkeit. Ich rede nicht von der dunklen Schichte,die man im Herbste in einigen Landern beobachtet, undwelche ziemlich tief in den Winter hinein, wegen der
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