Z26 III. Abtheilung. VIII. Kapitel.
Unterschied in ihrer ganzen Masse offenbaren; sondernsich beständig in Kugeln bilden, die sich vergrößern, undeine Schichte oder zuweilen mehrere unterschiedeneSchichten ausmachen; unterdessen die Luft sonst überalldurchsichtig bleibt: so daß man sehr deutlich sieht, daßdie unmittelbare Ursache des Regens sich, in diesenSchichten mit Ausschließung der übrigen Luft, befinde.Dieser Umstand, verbunden mit der gewohnlichen Hypo-these über den Regen, brachte mich auf den Gedanken;daß in dem Orte, wo sich die Wolken bilden, irgendeine besondre Ursache von Erkaltung sey, von der diePräcipitation des in der Scyichte verbreiteten Wassersherrühre; ich glaube aber hinlänglich bewiesen zu haben,daß diese Annahme ohne Grund sey, und man eine an-dre Ursache des Regens suchen müsse. Es ist ferner merk-würdig, daß die besondern Schichten, wo die anhalten-den Regen sich durch die Bildung der Wolken vorbe-reiten, jederzeit sehr hoch über die Ebnen erhaben sind.Wenn sich zuweilen die Wolken senken; so geschieht esdurch das Dickerwerden der ersten Schichten, und durchdas Ucberladcn von Bläschen in dem Augenblicke, dasich der Regen zu bilden anfängt: (§. 62») mit einemWorte, niemals haben die Regenwolken ihren Ursprungnahe über den Ebnen, ausgenommen bey einigen Platz-regen. Wäre es also thöricht anzunehmen, daß dieVerwandlung der Luft in Wajserdünste, von ihrerVermischung mit irgend einer Gattung von Ausdünstungdes Bodens herrühre, die sich in gewisser Menge in einerLuftschichte sammeln müsse, um hier diese chemische Ope-ration hervorzubringen?
§. 8Z5.
Bey Untersuchung der Ursachen ist es wesentlich seineAufmerksamkeit auf die Umstände zu richten, welche nach
gewis-