zig III. Abtheilung. VII. Kapitel.
fortleitendes Fluidum betrachte, so glaube ich, daß siesich in der Atmosphäre, so wohl abgesondert, als durchverschiedene Ursachen bilden können. Die Sonnenstrah-len haben einen unmittelbaren Antheil an der Bildungdes fortleitenden elektrischen Fluidums; aber die elek-trische Materie kann von ganz andrer Ursache herrüh»ren; oder wenn das Acht hieran einigen Theil hat, somuß dies unter verschiednen Umstanden seyn. Es istalso möglich, daß die tagliche Wirkung der Sonnen-strahlen nur darin» bestehe, dies fvrtleitende Flui-dum zu bilden; welches bis jetzt hinreichen würde, umdie Zunahme der Luftelekmcität wahrend ihrer Gegen-wart (§. Z5?) zu erklären; und was die größern Phä-nomene, als eine große Anhäufung von elektrischemFluidum in gewissen (obgleich nicht blitzenden) Gewöl-ken und den Blitz anbetrift; so würden sie alsdann vonandern Verbindungen abhängen, durch welche die elek-trische Materie sich auf einmal in großer Menge offen-baren würde.
§. 8-9-
Ich theile hier noch andre specifische Unterschiede zwi-schen der Elektricität und der Wärme, in der Atmo-sphäre betrachtet, mit, welche gleichfalls mit den unter-schiedenen Eigenschaften der Substanzen zusammenhän-gen, die mit den Sonnenstrahlen die respektiven Flüs-sigkeiten, von denen diese Phänomene herrühren, bilden.Erstlich, wenn anders keine starke Feuersbrunst vielbrennbare Substanz und Luft zu gleicher Zeit zerstört,offenbart sich niemals so viel Feuer als elektrisches Flui-dum, in einem gleich großem Raume; weil das Achtniemals häufig genug vorhanden ist, um plötzlich einegroße Menge von neuem Feuer hervorzubringen: an-statt daß das jederzeit in der Luft verbreitete fortleiten-de