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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
314
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Zl4 lll. Abtheilung. Vll. Kapitel.

Aufgange der Sonne an, wo sie fast unmerklich ist, bisgegen z oder 4 Uhr nach Mittag, wo sie ihre größteStärke erreicht. Sie nimmt sodann stufenweise ab, biszu dem Augenblick da der Thau fallt; jetzt erholt sie sich,um darauf wieder abzunehmen, und endlich des Nachtsfast gänzlich zu verschwinden/' Herr von (Zausfm'Lführt bey diesem Gegenstande den Herrn le Monnier,den P. Beccaria und D. Gardini an, welche denselbenGang beobachtet hätten, und setzt denjenigen hinzu, des-sen diese Gelehrten nicht erwähnen, welcher im WinterStatt hat. ,,Jm Winter (sagt er H. 802), in welcherJahrözeit ich am besten diese Elektricität der heitern Luftbeobachtet habe, scheinen mir die Stunden, wo sie amschwächsten ist, zwischen der Zeit wo der Thau des Abendsvöllig sein Herabfallen geendiget hat, und dem Augen-blicke da die Sonne aufgeht, eingeschlossen zu seyn: als-dann nimmt ihre Intensität stufenweise zu, und erreichtfrüher oder später, aber fast immer vor Mittage ein ge-wisses MaxiMUM, nach welchem sie wieder abzuneh-men scheint, bis sie sich wieder beym Fallen des Thauesaufnimmt, um welche Zeit sie zuweilen stärker ist, alssie bey Tage gewesen war: alsdann nimmt sie in Abstu-fungen, die sich tief in die Nacht verlängern, ab; wirdinzwischen niemals gänzlich null, wenn das Wetter voll-kommen heiter ist. Herr von Saufsure giebt von die-sem letzten Gange ein Beyspiel, durch an einem ganzenmerkwürdigen Tage fortgesetzte Beobachtungen, nämlicham Z2. Febr. 1785, wo die größte Kälte, der man sichzu Genf erinnert, herrschte; indem das Thermometerum 6 U. Morgens 15° stand. Es ist also in derThat einiger Unterschied in dem Gange der Luftelcktri-cität des Winters bey Tage, mit dem des Sommersverglichen: da aber dieser Unterschied nur in einer Ver-zögerung des MaximulNS am Tage und in einem Zu-nehmen