Bemerkungen über die atmosph. Elektricität. Ziz
Dritter Abschnitt.
Meteorologische Folgerungen, welche ans den Phänomenender Luftclektricität zu fließen scheinen.
§. 82z.
Nachdem Herr von Saussure mit großer Sünd-haftigkeit und Aufmerksamkeit die Phänomene der Luft-elektricität verfolgt hatte, so brachte er sie auf allgemei-ne Gesetze, die mir sehr wichtig scheinen. Das erste die-ser Gesetze, welches uns die Natur des gewöhnlichen elek-trischen Zustandes der Luft anzeigt, ist folgendes: „Je-desmal wenn keine Wolken in der Luft sind, ist dieserZustand unveränderlich positiv, sowohl im Winter alsSommer, bey Tag und Nacht, im Sonnenschein undThau" (§. 804) Dies zeigt also an, daß das elektrischeFiuidum seinen Ursprung in der Atmosphäre habe, undsich hier häufig bilde. Wäre es in der Erde hervorge-bracht, oder bildete sich hier mehr als in der Lust; sowürde diese als Nichtleiter immer etwas negativ blei-ben, in Vsrgleichung mit dem Voden: und bildete essich nur in der Luft unter seltenen Umständen (wie beymDonner); so wäre nicht so viel Einförmigkeit bey derLuftelektricität; sie würde ohne Aufhören von einer Zeitzur andern abnehmen, und man würde dadurch dieseZeilräume entdecken, wie Herr von Saussure die fol-genden entdeckt hat, welche neue Gesetze dieses Phäno-mens an die Hand geben.
§. 8-4.
„Ueberhaupt (sagt er §. 80z.) nimmt im Som-mer, wenn die Erde wegen der Trockenheit der vorher-gehenden Tage trocken ist, die Luftclektricität zu, vom
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