Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 295
scne Lust die Ursache des Phänomens sey; so trieb er dieLust aus einigen Röhren aus, und ließ hier also denSalpctergeist im Vakuum: er färbte sich hier, wiein den Röhren wo die Lllft geblieben war, und folgen»des war der Gang des Phänomens. Die gelbe Farbezeigte sich zuerst in dem Raume, er mochte leer oder mitLuft angefüllt seyn, indem sich die Dämpfe des Sal-petergeistcs erhoben: bald darauf theilte sich diese Farbedem obern Theile der Flüssigkeit mit; hernach erstrecktesie sich almählig bis auf den Boden. Die Sonnenstrah-len übten also auf die Dämpfe einer Flüssigkeit eineKraft aus, die sie auf die Flüssigkeit selbst nicht hatten.Dies war der Schluß aus diesen Phänomenen, der mirsogleich auffiel, weil er auf die Entdeckung irgend einerwichtigen Funktion der Sonnenstrahlen in der Atmos-phäre leiten konnte.
§. 808.
Man nennt Phlogistisirung die Veränderung, wel-che dem farbelosen Salpetergeist widerfahrt, wenn ergelb wird. Was aber auch diese Benennung für Grundhabe; so ist die Wirkung an sich selbst wichtig, weil inden Wirkungen, welche diese beyden Gattungen vonSalpetergeist hervorbringen, wesentliche Unterschiedesind. Es möchte also anfangs scheinen, daß diese Ver-suche des D. Priestley, mit denen der Herrn Scheeleund Sennebier übereinstimmen, in welche die Sonnen-strahlen einigen Substanzen den Bestandtheil, den manPhlogiston nennt, mitzutheilen schienen. Da aber D.Priestley dieselben Versuche mit Salzgeiste und eini-gen andern Säuren wiederholte; so bemerkte er hier garkeine Verändrung: und Herr Senncbier selbst hat nacheinigen seiner Versuche vermuthet, daß, obgleich dieSonnenstrahlen zuweilen als Phlogiston zu wirken
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