296 lll. Abtheilung. VI. Kapitel.
scheinen, sie gar wohl keine andre Wirkung haben könn-ten, als dasselbe von gewissen Substanzen zu entbinden.Ich übergehe was die Frage über das Phlogiston an-betrift, und halte mich nur bey diesem Faktum auf;nämlich daß bey obigen Versuchen die Sonnenstrahlenauf die Salpetersäure eine merkwürdige Wirkung her-vorbrachten. die sie auf die andern Säuren nicht äußer-ten. Indem ich diese Bemerkung mache, um sie derjeni-gen zu nähern, womit ich den §. 806 endigte, wo vondem Unterschiede in der Wirkung der Sonnenstrahlenund des Feuers auf das Wasser die Rede war; so ge-stehe ich, daß ich hier selbst fast kein andres Verhältnißfinde, als bey den Wörtern Sonnenstrahlen und Sal-petersäure. Aber seit den Versuchen des Herrn Caven-dish, verbunden mit der Bemerkung des D. Priest-ley über die Wichtigkeit dieser Säure in der Natur, seit-dem alles den mannigfaltigen Gebrauch der Sonnen-strahlen ankündiget; halte ich es nicht für unnütz auchsolche Näherungen zu machen.
§. «09.
Es schien mir bereits, nach vielen VersuchenderHerrn Scheele, Priestley, Sennedier und Jngen-lhoutz, daß, indem man das Licht nur als Ursache derHeilheit, und unbestimmt als eine Ursache der Wär-me betrachtet, man eines der wichtigsten Wirkungsmit-tcl der Phänomene auf unsrer Erde verkannt habe: esschien mir auch aus meinen Beobachtungen, daß, wennman dies Fluidum als eine unmittelbare Ursache derWärme ansieht, man sich einen Weg versperre, deram gradesten zu irgend einer Entdeckung in der Meteo-rologie führen könnte; und nach diesen Ideen drückte ichmich S. 547. des zten Bandes meines Werks über dieGeologie also aus: „Ich glaube nach einer Menge von
Phä-