Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 29z
so wird man daraus natürlich schließen müssen, daß diesebeyden Wirkungen mit einander verbunden sind. Eswaren also auch die Sonnenstrahlen, welche die Ver-wandlung der Wasserdünste in Lust bewirkten. Undda sich in diesem Falle genug Feuer bilden muß, damitdie neue Luft das, was zu ihrer Existenz nöthig ist, er-halte, und hier zugleich eine Vermehrung in der Mengedes freyen Feuers Statt hat, so würde daraus fernerfolgen, daß das Wasser, welches alsdann verschwin-det, die Feuermatcrie enthalte. Folgendes andre Phä-nomen scheint auf denselben Schluß zu führen.
§. 806.
Unter den Versuchen, welche D. Priestley mir vorihrer Bekanntmachung gefalligst mitgetheilt hat, und diemich ein nahes Fortrücken in der Meteorologie hoffenließen, befand sich auch der von Erzeugung der Lust imWasser durch das Licht. Er hatte mir zwey gleichgroße Recipienten gezeigt, die zuerst mit gleich vielemWasser angefüllt waren, und wovon der eine denSonnenstrahlen in seinem Fenster ausgesetzt, der an-dre dagegen geschützt war. Es hatte sich oben in demersten Recipienten sehr viele Luft gesammelt, und wennman das Wasser schüttelte', zeigte sich in seiner ganzenMasse eine Menge kleiner Luftblasen, und nichts ähn-liches hatte bey dem in Schatten gehaltenen Recipien-ten Statt, ob er gleich denselben Grad von Wärmeausstand. Nach meinem System und den Ideen ver-schiedener berühmter Physiker, kann sich keine Lust bil-den, daß nicht das Feuer dabey als Bestandtheil mit-wirke. Geschieht hier also eine wirkliche Luftcrzeuaung,wie man wohl nicht zweifeln kann; so müßten die Son-nenstrahlen in dem Wasser zuerst Feuer bilden. DasFeuer selbst aber bildet nur Wasserkünste, wenn es
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