292 III. Abtheilung. VI. Kapitel.
Sechster Abschnitt.
Meteorologische Muthmaßungen über die Modifikationen derSonnenstrahlen in der Atmosphäre.
§. 805.
Um die Ausführlichkeit, in die ich mich in den vo-rigen Abschnitten, über die Verhältnisse des Lichts zumFeuer und ihre Modifikationen in der Atmosphäre, ein-gelassen habe, zu berechtigen, hatte ich §.742 ange-merkt: .„daß alle große meteorologische Phänomene,die in gleichem Grade dunkel wären, wahrscheinlich durchein unbekanntes Band unter sich zusammen hiengcn; unddaß das Licht einen großen Antheil an diesem Bande zuhaben scheint; wäre es auch nur, weil die Substanz,welche mit ihm in der Atmosphäre das Feuer erzeugt,sich hier in Verbindung mit irgend einem atmosphärischenFluidum befinden muß, und diese Verbindung nicht auf-hören kann, ohne daß daraus wichtige Verändrungen,außer der Bildung des Feuers, erfolgten." Es waralso natürlich nichts zu vernachlässigen, um einen Satz,dessen allgemeine Folge so wichtig war, zu gründen. In-dem ich aber diesem ersten Gegenstände entsprach, so habeich noch ein Beyspiel von der Folgerung selbst in derSumme von Phänomenen der Luftwärme vorbereitet,nach denen es scheint; daß nicht sowohl einer großemDichtigkeit der Luft, als vielmehr einer größern Bcy-mischung von Wasserkünsten die größte Wärme zu-zuschreiben sey, welche die Sonnenstrahlen in den rmternTheilen der Atmosphäre hervorbringen. Denn wennwir zu gleicher Zeit betrachten, daß zu der Tageszeit, dadie Sonnenstrahlen die meiste Wärme in den unternLuftschichten hervorbringen, die wässrigen Dünste hierabnehmen, ohne jedoch die obern Gegenden zu erreichen;
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