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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
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287
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Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 287

zu glauben, daß diese außerordentlichen Wirkungen derSonnenstrahlen von irgend einem lokalen Umständeherrührten, der vielleicht von der ungeheuren Schnee-flache, welche die Reisenden umgab, abhieng. Wasdie alsdann von den Sonnenstrahlen auf ihren Körperausgeübte Kraft betrift, so konnte es sehr wohl nicht dieseyn, hier Vermehrung in der wirklichen Warme her-vorzubringen: denn gleiche Empfindungen können vonsehr verschiedenen mittelbaren Ursachen herrühren; ob-gleich ohne Zweifel das Organ, was sie leidet, auf die-selbe Weise modificirt wird. Endlich sind die Sonnen,siiche noch ein Beweis, daß die Sonnenstrahlen aufunsern Körper, auf eine, von der Wärme selbst sehrverschiedne Weise wirken. Zwey von unsern Bergbe-wohnern fürchteten diesen Zufall für ihren Gefährten,wenn er auf dem Schnee einschliefe; er ereignet sich aufden Ebnen wie auf den Gebirgen, und denoch bringtihneine große Wärme nicht hervor.

§. 8oo.

Herr von Saussure hat meinem System über dieNatur der Sonnenstrahlen noch eine andre Klasse vonPhänomenen entgegensetzt.Der Einfluß der Oberflä-che Pes Erdbodens auf die Temperatur der Oerter (sagter §. 9g4) beweist sehr stark, daß von dem Zurückpral-len und der Mittheilung der Wärme von dieser Ober-fläche, größtcnthcils die Wärme auf den Ebnen her-rührt. Warum genießen unter der heißen Zone die klei-nen Inseln, immer einer erträglichen Temperatur, damitten in festen Ländern unter denselben Breiten diestärkste Hitze herrscht; wenn es nicht deswegen geschieht,weil das Meer weniger Wärme von der Sonne em-pfängt, und in die Luft schickt, als die Erde? Warumist die Luft in den nördlichen Ländern milder, seitdem sie

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