2g6 !!!. Abtheilung. VI Kapitel.
und es ist ihnen von sehr geringem Nutzen; sie begnügensich aber auf diesen Gebirgen mit wenigem, weil sie sichhier glücklich fühlen.
§- 799-
Was das außerordentliche Gefühl von Wärme be,trift, welches die Bergbewohner so wie die Herrn vonSaussure und Bourrit auf dem Mont-Blanc em-pfanden; so läßt mich dieser Umstand glauben, daß einjeder es empfunden hätte, und daß es von irgend einerWirkung der Sonnenstrahlen auf den menschlichenKörper, an diesem Orte und in diesem Augenblicke her-rührte. Welcher Umstand aber gab den Sonnenstrah-len diese Kraft? Dies sehe ich nicht ein. Eine dünnereund reinere Luft verstattet ohne Zweifel den Sonnen-strahlen einen leichtern Durchgang: dies scheint mir abernoch nicht hinreichend, um das Phänomen zu erklären;weil mich dünkt, wenn dies der Fall wäre, man es ingeringern Höhen zu bemerken anfangen müßte. DerCramont ist z. B. schon 14010 Toisen über die Meeres,fläche erhaben; als Herr von Saussure hier seine Ver-suche , von denen ich oben redete, anstellte, war die Lufthier sehr rein, und das Thermometer stand 5°: in-zwischen empfand er hier dies Gefühl von Warmenicht. Der Bliet ist 1 ;6o Toisen über derselben Fla-che erhoben; als mein Bruder und ich hier 1772 waren,war die Luft sehr heiter, und das Thermometer stand-s-: anstatt eines ähnlichen Gefühls, empfandenwir hier Kälte. Könnte man also bloß einer Vermeh-rung von Z40 Toisen in der Höhe, eine so schnelle Ver-ändrung in der Wirkung zuschreiben, daß man bey 4,7des Therm. eine übertriebene Hitze empfand, und einervon den Reisenden von einer unüberwindlichen Schiäf-rigkcit ergriffen wurde? Es scheint mir weit natürlicher
ZU