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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
275
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Meteorologische Betrachtungen Ses Lichts. 275

JahrSzeit, ist die Summe der Zhcrmomcterhöhen in ei-ner während der 24 Stunden, gleich dieser Summe inder andern. Hieraus folgt, daß überhaupt die nur 5. F.von der Erde entfernte Luftschichte, nicht merklich größreWärme leide, als die 50 F. entfernte.

§. 789.

Ich will hier die sehr scharfsinnigen Bemerkungendes Herrn Picket nach jenen Beobachtungen, um dieAnomalsten, die ich bey den meinigen über die Höhenmes-sungen durch das Barometer bemerken ließ, zu erklären,nicht wiederholen; welche Anomalsten sich in zwey be-merkten Punkten der 24 Stunden, bey Sonnenaufgangeund in der heißesten Tageszeit befanden: ich muß aberan eine andre sehr merkwürdige Beobachtung von ihmerinnern.Was ich nicht vermuthete (sagte ich S. 575)und diese Beobachtungen uns lehren, ist, daß wenn dieSonne untergegangen, und ihre Strahlen also aufhö-ren auf die Atmosphäre zu wirken, in der Höhe von;o F. keine weniger warme Luftschichte sey als die, wel-che unmittelbar auf dem Erdboden ruhet; obgleich die-ser noch viele, von der Gegenwart der Sonne erlangte,Wärme behalt. Ich hatte Gelegenheit dies letzte Phä-nomen, durch vor langer Zeit angestellte fortgesetzte Ver-suche über den Thau, zu beobachten; ich meyne, daß ichden großen Unterschied in der Wärme der Luft, welcheunmittelbar auf der Erde ruhet, und der Erde selbst,wenn die Sonne unterAgangen ist, erkannte: ich wußteaber diesen wichtigen Umstand nicht, daß in größrerHö-he die Luft mehr Wärm? behält. Es ist also sehr deut-lich, daß die untern Schichten der Atmosphäre den Ue-berschuß an Wärm? nicht von dem Erdboden erhalten,den sie in Vergleichung mit den obern besitzen.

§. 790.