Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 269
sehr kleine Unterschied selbst, nicht einmal ganz von demUnterschiede in der Entfernung des Erdbodens herrührte.
§. 784-
Herr von Saustlire betrachtet diesen Versuch auseinem andern Gesichtspunkte. „In dem Augenblicke(sagt er) wo die Wärme der Erde auf die Luftschichtedie sie berührt, wirkt, erweitert sich diese Schichte, wirdleichter, erhebt und vermischt sich mit den obern Schich-ten; sie wird durch eine andre die auf sie folgt, ersetzt,und so entstehen vertikale Strome, welche, so zu sagen,die der Erbe benachbarten Luftschichten zusammen mischenund umrühren. Und wenn man hierüber nachdenkt,wird man sehen, daß ein Unterschied von i° bey 50 F.ohngcachtct dieser beständigen Mischung, noch sehr großsey, weil, wenn dieser Unterschied in demselben Verhält-nisse wüchse, der Gipfel eines massig hohen, z. V. gooc>F. über seine Basis erhabenen Gebirges, wie unser Sa-lcve über der See ist, um kalter wäre als seineBasis, da er eS in der That kaum um ic° ist. Wennalso der mittlere Unterschied zwischen zweyen 50 F. übereinander befindlichen Thermometern, nur ^ Grad wäre,so würde er völlig hinreichen, alle Phänomene zu erklä-ren Diese Berechnung beweist zu viel, weit sie vor-aus setzt, daß die Sonnenstrahlen durchaus unfähigsind, Wärme in der Lllj t selbst zu erzeugen, welche siealso nur von dem Boden erhalten würde. Denn damitdie Wärme von gleich dicker Schichte zu Schichte ab-nähme, wie sie sich durch einen ersten Abstand vomBoden von der ersten zur andern vermindern würde;müßte keine andre Ursache der Wärme diese Schichtenafficircn, als das Durchlässen der Warme des Bodens:welches nickt die Idee des Herrn von Saustlire ist; weiler glaubt (wie wir oben gesehen haben) daß die Son-nen,